Eine Frage der Moral. Ein Gedankenspiel
Heute Morgen, noch im Bette liegend, spielte sich folgender Gedankengang in meinem Kopf ab:
Du stehst auf einem Hochhaus. In alle vier Himmelsrichtungen geht es 400 Meter in die Tiefe. In der Mitte steht ein kleines Häuschen mit einer eisernen Tür. Diese öffnet sich nur für Dich und eine weitere Person. An der Nordseite stehen vier Menschen auf jeweils einer langen Planke, die einige Meter über den Abgrund ragt. Alle vier sind gefesselt und auf fremde Hilfe angewiesen. Du bist der Einzige, der einen der Vier retten kann.
Entfernst du mehr als eine Person von ihrer Planke, bleibt die Tür verschlossen. Alle anderen fallen in den Abgrund und wenn Du nicht auf Deinen erbärmlichen Hungertod warten willst, tust Du es ihnen gleich.
Aber wen solltest du nun retten? Du gehst zu jedem hin, erklärst ihm alles und fragst ihn, warum gerade er gerettet werden sollte.
Person 1 ist ein alter, stattlicher und gut gekleideter Herr. Er erzählt dir, dass er noch 10, vielleicht 15 gute Jahre vor sich hat. Außerdem ist er sehr reich und würde Dir als Dank eine lebenslange Pension von 1 Million Euro pro Monat zukommen lassen, falls du ihn befreien könntest. Er hängt sehr an seinem Leben. Familie hat er nicht, daher würde er Dir nach seinem Tod auch das restliche Geld vererben. Als du weggehst, nickt er die brüderlich zu.
Person 2 ist im gleichen Alter wie Du und es ist dein bester Freund bzw. deine beste Freundin. Ihr kennt euch schon fast 20 Jahre eures Lebens, habt einiges durchgemacht. Er/Sie ruft dir noch hinterher: „Du wählst doch mich, oder?“
Person 3 ist deine große Liebe aus der Schulzeit. Ihr habt euch lange nicht gesehen, seid aber sofort wieder Feuer und Flamme füreinander. Ihr gesteht euch eure Liebe, ihr flehender Blick verrät Dir, dass er/sie gerettet werden will.
Person 4 ist ein fünfjähriges Kind. Es weiß nicht, warum es dort steht. Du musst es ihm erklären. Auch Deine Aufgabe und warum du nun bei ihm bist. Das Kind fragt dich, wer die anderen sind und was sie dir bedeuten. Dir könne es aber nichts bieten. Es hat kein Geld und kennt auch niemanden, der Dir etwas ähnliches geben könnte. Als du gehst, schaut das Kind die anderen Menschen an.
Du überlegst eine Weile, senkst den Kopf. Schließlich schaust du nach oben und gehst los.
Warum mir dies nun einfiel, weiß ich allerdings nicht mehr. Klar ist dies von den Charakteren her sehr klassisch und kitschig, doch wen sollte man sonst nehmen? Die eigene Mutter noch als fünfte Person? Unfair. Was tut man also, für wen entscheidet man sich? Ich habe eine Tendenz, aber keine eindeutige Antwort. Vielleicht gibt es die auch nicht. Vielleicht nie.
Ich warte auf Eure Vorschläge :)
Du stehst auf einem Hochhaus. In alle vier Himmelsrichtungen geht es 400 Meter in die Tiefe. In der Mitte steht ein kleines Häuschen mit einer eisernen Tür. Diese öffnet sich nur für Dich und eine weitere Person. An der Nordseite stehen vier Menschen auf jeweils einer langen Planke, die einige Meter über den Abgrund ragt. Alle vier sind gefesselt und auf fremde Hilfe angewiesen. Du bist der Einzige, der einen der Vier retten kann.
Entfernst du mehr als eine Person von ihrer Planke, bleibt die Tür verschlossen. Alle anderen fallen in den Abgrund und wenn Du nicht auf Deinen erbärmlichen Hungertod warten willst, tust Du es ihnen gleich.
Aber wen solltest du nun retten? Du gehst zu jedem hin, erklärst ihm alles und fragst ihn, warum gerade er gerettet werden sollte.
Person 1 ist ein alter, stattlicher und gut gekleideter Herr. Er erzählt dir, dass er noch 10, vielleicht 15 gute Jahre vor sich hat. Außerdem ist er sehr reich und würde Dir als Dank eine lebenslange Pension von 1 Million Euro pro Monat zukommen lassen, falls du ihn befreien könntest. Er hängt sehr an seinem Leben. Familie hat er nicht, daher würde er Dir nach seinem Tod auch das restliche Geld vererben. Als du weggehst, nickt er die brüderlich zu.
Person 2 ist im gleichen Alter wie Du und es ist dein bester Freund bzw. deine beste Freundin. Ihr kennt euch schon fast 20 Jahre eures Lebens, habt einiges durchgemacht. Er/Sie ruft dir noch hinterher: „Du wählst doch mich, oder?“
Person 3 ist deine große Liebe aus der Schulzeit. Ihr habt euch lange nicht gesehen, seid aber sofort wieder Feuer und Flamme füreinander. Ihr gesteht euch eure Liebe, ihr flehender Blick verrät Dir, dass er/sie gerettet werden will.
Person 4 ist ein fünfjähriges Kind. Es weiß nicht, warum es dort steht. Du musst es ihm erklären. Auch Deine Aufgabe und warum du nun bei ihm bist. Das Kind fragt dich, wer die anderen sind und was sie dir bedeuten. Dir könne es aber nichts bieten. Es hat kein Geld und kennt auch niemanden, der Dir etwas ähnliches geben könnte. Als du gehst, schaut das Kind die anderen Menschen an.
Du überlegst eine Weile, senkst den Kopf. Schließlich schaust du nach oben und gehst los.
Warum mir dies nun einfiel, weiß ich allerdings nicht mehr. Klar ist dies von den Charakteren her sehr klassisch und kitschig, doch wen sollte man sonst nehmen? Die eigene Mutter noch als fünfte Person? Unfair. Was tut man also, für wen entscheidet man sich? Ich habe eine Tendenz, aber keine eindeutige Antwort. Vielleicht gibt es die auch nicht. Vielleicht nie.
Ich warte auf Eure Vorschläge :)
indylaa - 27. Mai, 17:51
