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Warum darf ein radikaler Islamist an der Uni Bremen einen Vortrag halten? Und was hat Pax Europa damit zu tun?

Eigentliche sollte dieser Blogeintrag nur herausstellen, dass unsere Uni Bremen ziemlichen Mist gebaut hat, indem sie den "Hassprediger" Pierre Vogel alias Abu Hamza die Möglichkeit gab, einen Vortrag zu halten. Aber einfach das übernehmen, was dort gebloggt wurde und wie die vier Kommentarschreiber willfährig darauf einsteigen?[1] Wenn man sich nun die Frage stellt, wie Vogel zum „Hassprediger“ wurde, könnte man meinen, dass der Verein „Bürgerbewegung Pax Europa“ damit einiges zu tun hat. Schließlich stammen sämtliche Informationen über Hamza/Vogel von dort her.[2]

Der Weser-Kurier[3] berichtete zuerst über den Vortrag und dem Drumherum, worauf es dann Bremen4u zum Anlass nahm, darüber zu bloggen.[4] Vom Tenor her dürften Weser-Kurier und Bremen4u ungefähr gleich sein. Denn Bremen4u hatte wahrscheinlich als Quellen den Weser-Kurier -Artikel und einen weiteren Beitrag vom Münchner Merkur[5]:

Pierre Vogel ist ein Ex-Profi-Boxer aus dem Rheinland, der sich seit seiner Konvertierung zum Islam Abu Hamza nennt. Direkte Verbindungen zu islamistischen Terroristen werden ihm zwar nicht nachgesagt, dennoch verbreitet Vogel radikale Botschaften. Außerdem ist es bei seinen Vorträgen üblich, dass weibliche und männliche Zuhörer strikt voneinander getrennt werden. (Bremen4u)[6]

,,Überdenken Sie Ihre Entscheidung nochmals und informieren Sie sich über die Person des Pierre Vogel. Beispielsweise ist von anderen Veranstaltungen Vogels aus der Vergangenheit bekannt, dass Frauen dort getrennt von den Männern sitzen müssen. (Münchner Merkur)[7]


Beide Zitate stammen ursprünglich aus einer Mitteilung des Landesverbandes der Bürgerbewegung Pax Europa e.V.[8], einem Verein, der laut Merkur „für [die] europäische[n] Werte und Freiheiten und gegen eine Islamisierung eintritt“[9]. Auch die folgende Information stammt vom selben Verein: „Die Vereinigung warnte die Stadt auch davor, dass ein Auftritt Vogels in Dorfen sicher kein positives Licht auf die Stadt werfen werde.“[10] Mit mehreren Briefen an die Stadtverwaltung Dorfen (Bayern) sowie dem Kontakt zu dem Wirtshaus, welches die Räumlichkeiten stellen sollte, erreichte man, dass Hamza/Vogel nicht auftreten durfte. Dem Bürgermeister gab man zu verstehen, dass er "dem Ansehen [seiner] Stadt und [deren] Bürger verpflichtet ist und nicht dem Vorschub des Islamismus." [11]

Hamza/Vogel kommt selbst nie zu Wort. Immer scheint es so, dass niemand vorher wusste, dass hier ein „Hassprediger“ auftreten solle – bis Pax Europa dann Aufklärungsarbeit tat.

Anscheinend gibt es in Dorfen viele radikale Islamisten, die sich erstens freiwillig nach Geschlechtern hinsetzen, um dann schließlich „falsch“ ausgelegte Bibelstellen zu hören. Pax Europa dazu: ,,[…] Dass Abu Hamza unter anderem auch dadurch bekannt ist, dass er christliche Positionen so darstellt, dass die Botschaft des Christentums verzerrt und entstellt wird."[12]

Was will also der Verein? Auf deren Webseite heißt es, dass sie für die „Bewahrung der christlich-jüdischen Tradition unserer europäischen Kultur und der Erhaltung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ eintritt. Er ist nicht „gegen die Muslime“, will aber trotzdem über die „schleichende Islamisierung“ aufklären.
Der „Schleicher“ Hamza, ein ehemaliger Boxer, der konvertierte und seinen Namen Pierre Vogel ablegte, infiltriert also kleine bayerische Dörfer und dann unsere liebe Uni Bremen.[14] Sicherlich war in Bremen die Aktion groß angelegt, denn er ließ sich von einem „Handlanger“ die Keksdose mieten – dem großen Hörsaalgebäude auf dem Campus. Nirgends ist jedoch die Rede, was im Inneren passierte. Man bezieht sich wieder auf die Online-Quelle von Pax Europa.[15] Vermutlich teilte er den Saal wie Moses das Meer.

Was will man also mit der Berichterstattung über Hamza erreichen? Ihn dämonisieren und gleichzeitig kaltstellen? Etwas besseres als der Verein Pax Europa, der hauptsächlich die Zeitungen mit Informationen füttert, die uns dann schließlich über Hamza aufklären, scheint es nicht zu geben. Inhaltlich ist meines Erachtens nicht viel dabei herum gekommen. Zuhörer nach Geschlechtern aufteilen? Hallo?
Die Bezeichnung des „Hasspredigers“ – damit erreicht man in der Öffentlichkeit sicherlich schnell Aufmerksamkeit – empfinde ich als ungerechtfertigt. Schließlich kam nur das lächerliche Beispiel mit dem Saal in die Zeitung. Von Pax Europa lanciert.

Nachdem die FAZ ein Interview mit W. Schäuble führte[16], nahm Pax Europa dies zum Anlass, einen ausführlichen Brief zu schreiben.[17] Hier einige Zeilen:

Ihre jüngsten Äußerungen zum Problemkomplex Islam im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen vom 20. Mai sind beunruhigend und veranlassen uns zu deutlichem Widerspruch. Unkenntnis, Voreingenommenheit und Bereitschaft zum Appeasement zugunsten des Islams sind das Leitmotiv Ihrer Aussagen. Als Grundlage für politisches Handeln halten wir Ihre Auffassungen für ebenso untauglich wie gefährlich.[18]

Ist Ihnen entgangen, daß die Glaubenslehre Jesu Gewalt verurteilt und Friedfertigkeit, ja sogar Feindesliebe verlangt? Wissen Sie nicht, daß die Bibel nach heute herrschender theologischer Auffassung von Menschen geschrieben wurde und gemäß der historisch-kritischen Methode auszulegen ist, während der Koran mit seinen zahlreichen Aufrufen zur Gewalt gegen Ungläubige als das ewige, unerschaffene und direkt übermittelte Wort Allahs bis heute für traditionell-orthodoxe Muslimen wortwörtliche Gültigkeit besitzt? Haben Sie das Schuldbekenntnis von Papst Johannes Paul II. für die historischen, von der Kirche begangenen Verbrechen, die nach christlicher Lehre schwere Sünden darstellen, nicht wahrgenommen? Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß die große Mehrheit der Terroristen heute Muslime sind, nicht aber Christen? [19]


Klar ist diese Auswahl nur selektiv, es zeigt in diesem Fall aber sehr gut, wie anscheinend die Argumentation seitens Pax Europa funktioniert. Der christliche Einfluss ist omnipräsent, eine positive Hinwendung oder Meinung zum Islam wird sofort negativ ausgelegt, die christlichen Werte stehen in Verbindung mit dem Islam immer in unmittelbarer Gefahr.

Was wollen uns diese beiden Auszüge aus dem Brief sagen? Meiner Meinung nach folgendes:

1.Appeasement-Politik ist obsolet bzw. „out“, das Gegenteil wäre entweder der Dampfhammer oder die Ignoranz und der damit einhergehende Ausschluss des Islams als Religion. Letzteres wird wohl stimmen, schließlich…

2. ...predigt die Bibel Friedfertigkeit und verbietet somit den Dampfhammer. Auch ohne die Bibel komplett gelesen zu haben, würde ich sagen, dass dies eine glatte Lüge ist, die auf gleicher Höhe agiert, wie…

3. ...der permanente Aufruf zur Gewalt im Koran. Man könnte fast meinen, dass in jedem zweiten Satz „Tod den Christen“ stehen würde.

4. Sind denn die Verbrechen der Kirche, die z. B. mit den Kreuzzügen einer der ersten religiös und politisch motivierten Kriege geführt haben, schon vergessen? Mitsamt ihrem Prediger Bernhard von Clairvaux, der mit Halbwahrheiten die Menschen überzeugte und dann in den Tod schickte.

5. Die Mehrheit der Terroristen sind also Muslime? Die Mehrheit der Gefängnisinsassen in Amerika sind schwarz. Menschen, die Killerspiele spielen, neigen zur Gewalt. So schnell findet man kausale und einfache Zusammenhänge, die die Menschen glauben und darauf anspringen.


Da ich nicht weiß, worüber Hamza nun predigt und in welcher Weise er es tut, möchte ich kein Urteil über ihn fällen, sondern in erster Linie die Frage stellen, warum dieser Verein so offensichtlich seine Meinung den Medien übergibt und diese als Informationen tarnt. Die Bürgerbewegung Pax Europa ist in meinen Augen nicht islamkritisch, sondern fährt eine klare anti-islamistische Schiene.
Der Präsident des Vereins, Dr. Udo Ulfkotte, ist wegen seiner mangelnden Seriosität schon oft in den Medien kritisiert worden.[20] Die ZEIT schrieb in einer Rezension über sein Buch „Der Krieg in unseren Städten“:

„Selbst wenn alle Namen, Zahlen und Fakten, die Ulfkotte präsentiert, korrekt sind, die Schlüsse, die er daraus zieht, sind zu einem großen Teil fragwürdig, wenn nicht absurd. Das Skandalon dieses Buchs besteht aus den Urteilen, die der Autor fällt, weniger aus den Fakten, die er ans Licht bringt.“[21]


Die taz:
„Vor allem aber erzählt Ulfkotte seinen Zuhörern Geschichten. Es sind Geschichten aus dem täglichen Leben, die man beim nächsten Geburtstagskaffee weitererzählen kann. Dutzende davon hat er auf Lager. Viele Banken nähmen "die Sparschweine flächendeckend aus dem Sortiment", berichtet Ulfkotte. Aus "vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Islam". Metzger kämen zu ihm und erzählten, dass ihnen Muslime freitags im Laden aufs Schweinefleisch spuckten. Die Fluggesellschaft British Airways habe das Kreuz aus dem Logo an den Heckflossen der Flieger beseitigt. "British Airways", sagt er, "würde dementieren, dass das etwas mit Muslimen zu tun hat." Was er erzähle, sei korrekt und überprüfbar, versichert Ulfkotte: "Sonst wäre das Volksverhetzung." Einige Damen halten sich entsetzt die Hand vor den Mund, andere schütteln den Kopf. Sparschwein, Schnitzel, Kreuz - alles bedroht! Nun ist es belegt. […] Andere können kaum fassen, dass ein früherer FAZ-Redakteur mit solchen Geschichten auf Tour ist. "Wer spuckt aufs Schweinefleisch?" Der Sprecher des Deutschen Fleischerverbands muss lachen. "Diese Geschichte höre ich zum allerersten Mal! Ich bin sicher, dass wir davon erfahren würden, wenn dem so wäre." Wie solle das überhaupt klappen: Zwischen Fleisch und Kunden sei doch eine Glasscheibe. Auch der Sprecher des Sparkassenverbandes weiß nichts von einem Trend weg vom Sparschwein. "Die Kunden sollen die Sparschweine doch nicht essen", sagt er verwundert, "die sollen da ihr Geld reinstecken!" Unsinn sei Ulfkottes Behauptung, sagt auch die Sprecherin von British Airways. Ihr Unternehmen habe lange vor den Islamismus-Diskussionen begonnen, das Firmenlogo zu überarbeiten. Und wer wolle, der erkenne auch in dem neuen Design das ursprüngliche Motiv.“[22]


Kritik gibt es viel über Ulfkotte. Er leitet einen Verein, der Pressemitteilungen an Zeitungen herausgibt, die über „Hassprediger“ handeln, die in kleinen bayerischen Dörfern auftreten. Die Zeitungen übernehmen diese Informationen unkritisch und mit Wohlwollen in ihre Artikel auf. Sein Verein Pax Europa will uns über die „schleichende“ Islamisierung aufklären.

Dabei verbreitet Pax Europa nur heiße Luft und Panik. Die im Falle der Kommentarschreiber bei Bremen4you auch positiv angekommen ist. Und über Hamza wissen wir nun immer noch recht wenig.
Fußnoten:
[1] http://www.bremen4u.de/citytalk/?id=1402
[2] http://www.buergerbewegung-pax-europa.de/
[3] www.weser-kurier.de Artikel online leider nicht verfügbar.
[4] siehe Fußnote 1.
[5] http://www.merkur-online.de/regionen/dorfen/Dorfen-Abu-Hamza-Pierre-Vogel-Islam-Fundamentalismus;art8851,943921
[6] Siehe Fußnote 1.
[7] Siehe Fußnote 5.
[8] Ebenda.
[9] Ebenda.
[10] Ebenda.
[11] Ebenda.
[12] Ebenda.
[13] http://s233199163.online.de/test/verein/index.php
[14] Siehe Fußnote 1.
[15] Ebenda.
[16] http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E765B48BC49E445A292B0C814D9247DFB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
[17] http://s233199163.online.de/test/news/perkl/2008-05-29_Schaeuble.pdf
[18] Ebenda.
[19] Ebenda.
[20] http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte
[21] http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte
[22] http://www.taz.de/index.php?id=start&art=2017&id=442&cHash=9e7eb4fc5a
j0 (Gast) - 7. August, 18:58

Haste gut geschrieben, einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Warum so viele Fussnoten wenns in Wirklichkeit doch nicht so viele Quellen sind.

Piraja (Gast) - 8. August, 15:09

Massenweise Videos von Pierre Vogel

Es gibt nicht nur etliche Quellen zu Pierre Vogel, es gibt sogar massenweise Videos von Pierre Vogel selbst und von Leuten, die durch ihn zum Islam übertreten und den Übertitt vor der Kamera zelebrieren.

Schon allein das find ich extrem strange!

Außerdem gibts da noch jede Menge kritische Videos zu Pierre Vogel.

Also einfach mal bei Google Video oder Youtube "Pierre Vogel" eingeben und dann ganz anthentisch schauen, was der so treibt.

Und dann mal überlegen, ob die „Bürgerbewegung Pax Europa“ wirklich so unrecht hat, wenn sie vor Pierre Vogel warnt.

Selbst den deutschen Islamverbänden, die schon ziemlich fundamntalistisch sind, ist Pierre vogel zunehmend suspekt mit dem, was er macht .

momo (Gast) - 8. August, 20:40

Woher das Unbehagen mit Abu Hamza kommt

wer noch nicht das Vergnügen hatte, „Abu Hamza“ live zu erleben (ich hatte es), kann sich hier http://www.dawah.de/ oder hier http://www.way-to-allah.com/ oder hier http://www.diewahrereligion.de/ ein Bild von der kruden Gedankenwelt eines Menschen machen, der alle Antworten auf die Fragen des Lebens aus einem 1400 Jahre alten Buch und den überlieferten Taten und Ansichten eines Mannes mit zweifelhaften Eigenschaften zu pressen versucht.

Warum hat „Pax Europa“ was gegen diesen einfältigen Mann mit Käppchen? Ich gehöre der Bewegung nicht an und finde die von ihr genannten Gründe (Geschlechtertrennung im Saal) isoliert betrachtet auch nicht so sehr überzeugend. „Hassprediger“ finde ich auch etwas dick aufgetragen.
Aber die Rhetorik von Pax Europa ist vielleicht eher ungeschickt, denn wer es auf sich nimmt, Herrn Vogel eine Weile zuzuhören, sieht ziemlich klar, was er mit unserem Land vorhat: Der Islam soll die Menschen regieren, alles Unislamische soll ausgemerzt werden. Die Scharia ist von Gott, während Demokratie und Menschenrechte von den Menschen sind: diesen Prinzipien zu folgen, ist daher Abfall vom Eingottglauben, denn nichts außer Islam darf Richtschnur für einen Muslim sein. Um die Tragweite dieser Einstellung zu sehen, muss man sich nur etwas in die Inhalte der Hadithe und der „Propheten“vita einlesen, die die islamische Gesellschaftsideologie begründen. Dabei wird einem schnell schlecht. Auch gibt es in der realen Welt genügend drastisches Anschauungsmaterial dafür, wie eine islamische Gesellschaft aussieht.

Dass man jemandem wie Herrn Vogel keine Plattform geben sollte, versteht sich eigentlich von selbst. Er ist ein fundamentalistischer Prediger und keiner, der Interesse an Diskussionen hat. Missionsveranstaltungen von Scientology oder den Zeugen Jehovas gehören auch nicht an die Uni. Gut ist, dass Vogel sein Streben klar benennt - auch wenn er uns Ungläubigen natürlich nicht die unangenehmeren Seiten dieses Plans ausmalt, die aber zutage kommen werden, wenn ihm die Leute weiterhin so zuströmen. Da ist dann nichts mehr mit Multi-Kulti, Religionsfreiheit, Homo-Ehe, freier Meinungsäußerung… eben allem, was unsere Gesellschaft so lebenswert macht.

Menschen, die kaum einen richtigen grammatikalischen Satz sprechen können, werden von Vogel kaltschnäuzig in eine Religion konvertiert, die sie nie mehr verlassen dürfen (z.T. sind Vogels Opfer minderjährig, über deren Schicksal er ganz verfügt: http://www.diewahrereligion.de/, in der oberen Leiste auf „Konvertiten“ gehen, dann links auf „Kiel“).

Herr Vogel zeigt in seinen Auftritten ziemlich ehrlich sein Gesicht. Er ruft nicht zum Terror auf (deswegen find ich „Hassprediger“ auch unglücklich), aber wer 1+1 zusammenzählen kann, weiß, welche Visionen er für unser aller Zukunft hat. Und wer sich nicht dagegen stellt: Mitgegangen, mitgefangen, …
Aber: Ich sage nicht, dass er schlimmer ist als Herr Mazyek, Herr Alboga, Herr El-Zayat usw., die sich im Anzug in all diesen Dialog-Kränzchen präsentieren. Genau deswegen sind die Ansätze von Gruppen wie Pax Europa verdammt wichtig. Was auch immer von dem Verein im Speziellen zu halten ist: Diese Leute haben die Zeichen der Zeit erkannt, und da sind sie immer noch ziemlich allein auf weiter Flur.

indylaa - 9. August, 11:21

Danke für Eure Kommentare. Momo hat den bis jetzt längsten Kommentar geschrieben, den ich je im Blog hatte, glaube ich :)

Im Bremen4you-Blog habe ich auch schon ein wenig über Hamza geschrieben und wollte mit meinem Beitrag nicht zum Ausdruck bringen, dass ich das Treiben eben jenes Herren okay oder gut finde. Ich konnte mir einfach keine Meinung über ihn bilden und habe mich eher auf die etwas krude Berichterstattung seitens Pax Europa und die allzu lockere Übernahme der Informationen von den Medien konzentriert und diese, meiner Meinung nach immer noch zu Recht, kritisiert.
Da ich nun mehr über Hamza glaube zu wissen glaube, kann ich Euch nur zustimmen. Hamza verbreitet eine Message an die Leute, die nicht richtig ist. Die vielleicht sogar nicht konform mit unserer Demokratie und unserem Staat zu vereinbaren ist. Aber ist er denn gleich Staatsgefährdend?
Vor allem würde ich nicht so weit gehen und sagen, dass unsere "Errungenschaften" wie die Homo-Ehe, die es ja noch nicht so lange gibt und in einer "Vorzeigedemokratie" wie den USA auch eher die Ausnahme ist, in Gefahr sind. Dass aus einem radikalen Islam in Deutschland mal eine tragende Säule des Staates wird, mag ich sehr bezweifeln. Insbesondere, wenn Christen und andere Nichtgläubige ihre Freheit in Gefahr sehen. Dann wird der Islam nämlich, bzw. dessen radikalere Form, sehr schnell verboten werden bei uns.

momo (Gast) - 9. August, 23:33

Optimismus?

Hm, ich habe deine Argumentation schon verstanden, die ist bestimmt berechtigt, die wollte ich auch gar nicht so sehr in Frage stellen. Was deinen Optimismus betrifft, fürchte ich allerdings, dass der vielleicht nicht so berechtigt ist. Ob in 10, 20 Jahren genug Leute unsere Freiheit und Demokratie verteidigen werden, hängt sehr von der Bevölkerungsentwicklung und Aufklärungsarbeit bis dahin ab. Im Moment sehe ich bei einem (noch kleinen) Teil der Bevölkerung wilde oder mit Dialogbereitschaft getarnte Entschlossenheit, das System umzukrempeln, aber auf der anderen Seite nur Blauäugigkeit oder, noch schlimmer, Feigheit und Angst vor der Auseinandersetzung. Eine Demokratie ist naturgemäß schwach, andere Systeme sind viel effektiver. Deshalb ist dringend eine offene Diskussion zu führen, über die Zukunft unserer Gesellschaft und Strippenzieher wie Vogel & Co. Dazu trägt so ein Blog hoffentlich bei!

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