Gastbeitrag: Elitewahn in deutschen Elternhäusern
Hier ein kleiner Gastbeitrag der lieben Autorin Lara Ebosidá, die sich ein wenig ironisch mit dem Thema Elitewahn auseinandergesetzt hat. Viel Spaß beim Lesen!
Waren die Konsequenzen in Sachen Kinderkriegen bis noch vor wenigen Jahren weitgehend überschaubar, sehen sich verantwortungsbewusste Eltern heute erheblichen Anforderungen ausgesetzt. Die schlimmste aller Fragen stellt sich bereits im Säuglingsalter: Ab wann kann mein Kind gezielt gefördert werden, damit es den gymnasialen Übergang erreicht?
Zum Glück müssen sich diese Eltern nicht mehr länger allein fühlen, denn Unterstützung kommt von allen Seiten. Übereifrige Institute bieten bereits Förderprogramme für Kinder ab 10 Monaten an, denn was das Elitchen nicht lernt, lernt die Elite nimmermehr. Wann mein Kind da noch Kind sein soll? Sollten sie sich tatsächlich diese Frage stellen, muss ich sie dringend warnen: Sie spielen mit der Zukunft ihres Kindes! Wie können sie nur derart verantwortungslos sein? Aber machen sie sich keine Sorgen: Dank eines geschickten Schachzugs deutscher Bildungspolitik sind es die Grundschullehrer, die schließlich auffangen sollen, was die OS nicht schaffen konnte. Aber vielleicht entwickelt sich mein Kind erst später? Falsch! Diesem Irrglauben muss ein für allemal der Garaus gemacht werden! Die Entwicklung eines Kindes wird nicht – wie fälschlicherweise vermutet – nach Entwicklungsstufen gesteuert, sondern das Angebot steuert in diesem Fall die Intelligenz. Eine schöne Idee ist in diesem Zusammenhang auch die Abschaffung oder zumindest doch die teilweise Aufhebung der Ferien. Auch samstags sollten die Kinder besser die Schulbank drücken. Das wird sicher nicht nur die Lehrer erfreuen, denen auf diese Weise eine schmackhafte Alternative zu ihrer ausufernden Freizeit geboten wird. Denken sie an die PISA- Katastrophe vor 8 Jahren! Währet den Anfängen!
Und wenn alles nicht funktionieren sollte, können sie ihrem Kind immer noch ein Nachhilfe-Abo zur Einschulung schenken.
Es lebe die Bildung!
Waren die Konsequenzen in Sachen Kinderkriegen bis noch vor wenigen Jahren weitgehend überschaubar, sehen sich verantwortungsbewusste Eltern heute erheblichen Anforderungen ausgesetzt. Die schlimmste aller Fragen stellt sich bereits im Säuglingsalter: Ab wann kann mein Kind gezielt gefördert werden, damit es den gymnasialen Übergang erreicht?
Zum Glück müssen sich diese Eltern nicht mehr länger allein fühlen, denn Unterstützung kommt von allen Seiten. Übereifrige Institute bieten bereits Förderprogramme für Kinder ab 10 Monaten an, denn was das Elitchen nicht lernt, lernt die Elite nimmermehr. Wann mein Kind da noch Kind sein soll? Sollten sie sich tatsächlich diese Frage stellen, muss ich sie dringend warnen: Sie spielen mit der Zukunft ihres Kindes! Wie können sie nur derart verantwortungslos sein? Aber machen sie sich keine Sorgen: Dank eines geschickten Schachzugs deutscher Bildungspolitik sind es die Grundschullehrer, die schließlich auffangen sollen, was die OS nicht schaffen konnte. Aber vielleicht entwickelt sich mein Kind erst später? Falsch! Diesem Irrglauben muss ein für allemal der Garaus gemacht werden! Die Entwicklung eines Kindes wird nicht – wie fälschlicherweise vermutet – nach Entwicklungsstufen gesteuert, sondern das Angebot steuert in diesem Fall die Intelligenz. Eine schöne Idee ist in diesem Zusammenhang auch die Abschaffung oder zumindest doch die teilweise Aufhebung der Ferien. Auch samstags sollten die Kinder besser die Schulbank drücken. Das wird sicher nicht nur die Lehrer erfreuen, denen auf diese Weise eine schmackhafte Alternative zu ihrer ausufernden Freizeit geboten wird. Denken sie an die PISA- Katastrophe vor 8 Jahren! Währet den Anfängen!
Und wenn alles nicht funktionieren sollte, können sie ihrem Kind immer noch ein Nachhilfe-Abo zur Einschulung schenken.
Es lebe die Bildung!
indylaa - 14. Februar, 11:19

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