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Mittwoch, 1. Juli 2009

Zu viele Kohlenhydrate, ganz klar...

Tja, ich habe mich tatsächlich dazu hinreißen lassen und habe im Fitnessstudio vor einigen Tagen ein Ernährungsgespräch gemacht.
Dazu muss ich sagen, dass meine Ernährung nicht schlecht ist. Morgens soll man zwar viel essen, bei mir geht das aber irgendwie nicht. Wenns hochkommt, zwei Toast mit Marmelade und ein Glas Milch, aber eigentlich eher nen Apfel und ne Banane. Dann eine warme Mahlzeit zum Mittag, was meistens nen riesiger Salatteller mit Schnitzel aus der Mensa ist. Tiefkühlsachen habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gekauft.Zwischendurch gibt’s ne Menge Obst und Abends halt Brot mit Salatblatt und Putenbrust oder vielleicht ne Scheibe Käse. Süßigkeiten verkneife ich mir. Auf Bier verzichte ich demgegenüber nicht. Schmeckt ja auch, ne?
So, nun hab ich dem Trainer also meine Ernährungsgewohnheiten gebeichtet und er meinte schon, es sind einfach zu viele Kohlenhydrate und ich bräuchte mehr Eiweiß. Und irgendwie beschlich mich das leise Gefühl, er würde dies jedem sagen.
Dann ging er kurz weg und ich las mir in Ruhe die Broschüren zu Gesundheit, Fitness und Abspecken durch. Überall der Tipp mit dem Eiweiß, hier ein Shake anstatt eine Mahlzeit, dort ein Riegel oder Getränk mit L-Carnitin, der Fettverbrennwunderwaffe. Nun, die Broschüren sind Werbebroschüren von der Firma, deren Produkte bei mir in der Muckibude verkauft werden. Ein Schelm, wer nun böses dabei denkt. Vor allem stellt der Körper ausreichend eigenes L-Carnitin her, sofern man sich vernünftig ernährt. Mit dem Eiweiß ist dies genauso. Man kann natürlich mehr Wert auf eine eiweißreiche Ernährung legen, aber 2-3 Shakes am Tag (wie mir empfohlen wurde) sind nicht nötig. Insbesondere nicht bei mir, da ich kein Muskelberg werden will.
Der Trainer empfahl mir wirklich mehrmals mehr Eiweiß zu mir zu nehmen in Form von Shakes. Dabei habe ich mir eigentlich vorgestellt, einige vernünftige Ernährungstipps zu bekommen. Was essen, was nicht essen? Aber eigentlich kann man sich so was selber denken, bzw. mal im Internet auf den Webseiten der Krankenkassen nachlesen, was man tun kann und was man nicht in sich hineinschaufeln sollte.
Ich hab dann am Ende abgewiegelt und darauf verwiesen, dass ich es mir überlegen werde.
Interessant war dann das Gespräch mit einem Freund, der studierter Sportwissenschaftler ist und sich dementsprechend ein wenig mit Ernährung auskennt. Meine Vermutung, dass ich bei einem lupenreinen Verkaufsgespräch der Kunde war, konnte er nur bestätigen. Meine Entscheidung war dann gefallen und wir machten uns die nächste Dose Bier auf.

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