Piraten entern das Spiel Crysis?
Das Computerspiel Crysis vom deutschen Hersteller Crytek gilt als eines der besten Spiele auf dem PC. Da es exklusiv für dieses System erscheint, bleiben Konsolenfans außen vor.
Das soll sich nun laut Crytek ändern. Man will zukünftig seine Spiele auch für die neue XBOX360 oder die PS 3 entwickeln.
Der Grund hierfür sind die schlechten Verkaufszahlen von Crysis und die gleichzeitig auftretenden Probleme mit der Internet-Piraterie - denn das Spiel steht laut Crytek unangefochten und mit weitem Abstand auf Platz 1 der Raubkopierlisten.
Auf Winfuture.de heißt es:
Gut, lassen wir das jetzt so dahingestellt. Selbstverständlich kommt nun allerdings das "Aber".
1. Hierbei sind die hohen Hardwareanforderungen zu nennen, die das Spiel an den User stellt. Mit einem Hochklassigen Dual- oder Quadcore und einer Grafikkarte für 200-300 Euro lässt sich Crysis gut spielen. Je nachdem was man also für Vorlieben hat bezüglich Auflösung und Details muss man also entweder gleich einen Rechner für 700-900 Euro kaufen (oder doppelt so viel für die höchste Detailstufe) oder sich Crysis auf 800x600 mit total gammeliger Grafik anschauen. So wie ich es bei der Demo tun musste. Bestimmt tolles Game, aber mit schlechter Grafik macht es keinen Spaß und sieht aus wie CS :)
2. Crysis kostet im Laden oder bei einem bekannten Versandhandel im Internet ca. 55-60 Euro. Das sind schon fast konsolenähnliche Preise. 100-120 Mark... PC-Spiele fingen höchstens zu D-Mark Zeiten noch bei 70-80 Mark an.
3. Das Spiel kam am 17. November 2007 in den Handel und belegt in der Kategorie Bestseller-Games bei Amazon Platz 99, bei EGO-Shootern sogar Platz 3. Zum Vergleich: Die halbwegs direkten Konkurrenten Assassins Creed und Call of Duty 4 kosten jeweils 42,95 € bzw. 43,95 € und rangieren in der Bestsellerliste auf den Plätzen 13 und 36.
Call of Duty 4 erschien knapp zwei Wochen vor Crysis, ist aber weitaus billiger und verkauft sich öfter. Das Assassins Creed soweit oben ist, liegt nicht nur am Preis, sondern auch daran, dass es erst vor wenigen Wochen erschienen ist. Trotz der Neuheit kostet es weniger als Crysis.
4. Stimmt es denn überhaupt, dass Crysis so oft und viel kopiert wurde, dass der finanzielle Schaden so immens für die Firma ist? Steht es wirklich mit weitem Abstand auf Platz 1? Wo gibts so eine Liste einzusehen?
Sicher muss man dies nicht vom Fleck weg glauben, jedoch hat mich diese Aussage interessiert und ich habe mal auf der einzigen mir bekannten Bittorrentseite nachgeschaut. Diese Seite ist allgemein bekannt, wird oft z. B. in den Medien genannt und sich in den Hitlisten dort umzusehen ist ja nicht strafbar oder so. Also in der Piratenbucht rangiert bei den PC-Spielen Crysis auf einem 8. Platz. Auf dem 1. Platz steht Assassins Creed, auf 4tens finden wir Call of Duty 4. Da meines Erachtens hier nur die Spiele angezeigt werden, die im Moment den meisten Zulauf haben, lässt sich dies als nicht repräsentativ ansehen. Jedoch: Das derzeit (!) meistkopierte Spiel ist laut der Piratenbucht Assassins Creed. Mit etwas Abstand kommt dann erst Crysis.
5. Bei Spielen allgemein ist die Crux mit dem PC freilich ersichtlich und man muss ihm hierbei zustimmen, wenn er sagt, dass Konsolen in Bezug auf Raubkopien klar im Vorteil sind. Bezieht man die Konsolenspiele also mit ein in die Liste, rückt Crysis nur zwei Plätze nach hinten, da ein Sony PSP und ein Nintendo Wii Spiel hinzukommen.
6. Crysis verkaufte sich in den USA bis Mitte Dezember nur ca. 90.000 Mal. Also ein Flop laut GameZone. Verkaufte sich FarCry nicht ähnlich schlecht in den USA? Konsolenland USA? Am 31. Januar berichtet Shacknews über die weltweiten Verkaufszahlen des Spiels: 1 Million, Platin-Status. Auch hier und bei der PG Games wird darauf hingewiesen, dass der PC-Martk in Europa sehr viel stärker ist und die Amerikaner wiederum ihre Shooter auf Konsolen zocken.
Am Schluss lässt sich vielleicht sagen, dass die Raubkopien nicht die alleinige Schuld an der vermeintlich schlechten Lage Cryteks tragen. Aber wenn man einen Schuldigen sucht, sind es sofort die Piraten, weil man diesen am besten die Schuld zuschieben kann. Verlässliche Zahlen lassen sich hier nicht erheben und im Umkehrschluss bietet dies natürlich eine gute Angriffsfläche.
Ein Quarterback-Trainer aus den USA sagte mal zu mir: "Wenn der Ball nicht zum Receiver kommt, solltest du dich zuerst fragen, ob dein Pass scheiße war und dann erst, ob der Receiver ihn hätte fangen können."
Links:
http://www.shacknews.com/onearticle.x/51081
http://www.next-gen.biz/index.php?option=com_content&task=view&id=8352&Itemid=59
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=58490
http://www.winfuture.de/news,39126.html
Das soll sich nun laut Crytek ändern. Man will zukünftig seine Spiele auch für die neue XBOX360 oder die PS 3 entwickeln.
Der Grund hierfür sind die schlechten Verkaufszahlen von Crysis und die gleichzeitig auftretenden Probleme mit der Internet-Piraterie - denn das Spiel steht laut Crytek unangefochten und mit weitem Abstand auf Platz 1 der Raubkopierlisten.
Auf Winfuture.de heißt es:
"Man leide derzeit unter der großen Piraterierate bei Crysis. Das Spiel führe die Hitliste der meistkopierten Spiele mit großem Abstand an, so Yerli. Eine solche Führungsposition sei nicht zu wünschen. Crysis habe gezeigt, wo das Problem beim PC-Gaming liegt - bei der Piraterie."Die Plattform PC würde durch die Piraterie zerstört werden, vor allem im Hinblick auf die möglichen Verkaufszahlen bei Konsolen, bei denen sich die Pendants zu ihren PC-Derivaten fünf bis sechs Mal so viel verkaufen.
Gut, lassen wir das jetzt so dahingestellt. Selbstverständlich kommt nun allerdings das "Aber".
1. Hierbei sind die hohen Hardwareanforderungen zu nennen, die das Spiel an den User stellt. Mit einem Hochklassigen Dual- oder Quadcore und einer Grafikkarte für 200-300 Euro lässt sich Crysis gut spielen. Je nachdem was man also für Vorlieben hat bezüglich Auflösung und Details muss man also entweder gleich einen Rechner für 700-900 Euro kaufen (oder doppelt so viel für die höchste Detailstufe) oder sich Crysis auf 800x600 mit total gammeliger Grafik anschauen. So wie ich es bei der Demo tun musste. Bestimmt tolles Game, aber mit schlechter Grafik macht es keinen Spaß und sieht aus wie CS :)
2. Crysis kostet im Laden oder bei einem bekannten Versandhandel im Internet ca. 55-60 Euro. Das sind schon fast konsolenähnliche Preise. 100-120 Mark... PC-Spiele fingen höchstens zu D-Mark Zeiten noch bei 70-80 Mark an.
3. Das Spiel kam am 17. November 2007 in den Handel und belegt in der Kategorie Bestseller-Games bei Amazon Platz 99, bei EGO-Shootern sogar Platz 3. Zum Vergleich: Die halbwegs direkten Konkurrenten Assassins Creed und Call of Duty 4 kosten jeweils 42,95 € bzw. 43,95 € und rangieren in der Bestsellerliste auf den Plätzen 13 und 36.
Call of Duty 4 erschien knapp zwei Wochen vor Crysis, ist aber weitaus billiger und verkauft sich öfter. Das Assassins Creed soweit oben ist, liegt nicht nur am Preis, sondern auch daran, dass es erst vor wenigen Wochen erschienen ist. Trotz der Neuheit kostet es weniger als Crysis.
4. Stimmt es denn überhaupt, dass Crysis so oft und viel kopiert wurde, dass der finanzielle Schaden so immens für die Firma ist? Steht es wirklich mit weitem Abstand auf Platz 1? Wo gibts so eine Liste einzusehen?
Sicher muss man dies nicht vom Fleck weg glauben, jedoch hat mich diese Aussage interessiert und ich habe mal auf der einzigen mir bekannten Bittorrentseite nachgeschaut. Diese Seite ist allgemein bekannt, wird oft z. B. in den Medien genannt und sich in den Hitlisten dort umzusehen ist ja nicht strafbar oder so. Also in der Piratenbucht rangiert bei den PC-Spielen Crysis auf einem 8. Platz. Auf dem 1. Platz steht Assassins Creed, auf 4tens finden wir Call of Duty 4. Da meines Erachtens hier nur die Spiele angezeigt werden, die im Moment den meisten Zulauf haben, lässt sich dies als nicht repräsentativ ansehen. Jedoch: Das derzeit (!) meistkopierte Spiel ist laut der Piratenbucht Assassins Creed. Mit etwas Abstand kommt dann erst Crysis.
5. Bei Spielen allgemein ist die Crux mit dem PC freilich ersichtlich und man muss ihm hierbei zustimmen, wenn er sagt, dass Konsolen in Bezug auf Raubkopien klar im Vorteil sind. Bezieht man die Konsolenspiele also mit ein in die Liste, rückt Crysis nur zwei Plätze nach hinten, da ein Sony PSP und ein Nintendo Wii Spiel hinzukommen.
6. Crysis verkaufte sich in den USA bis Mitte Dezember nur ca. 90.000 Mal. Also ein Flop laut GameZone. Verkaufte sich FarCry nicht ähnlich schlecht in den USA? Konsolenland USA? Am 31. Januar berichtet Shacknews über die weltweiten Verkaufszahlen des Spiels: 1 Million, Platin-Status. Auch hier und bei der PG Games wird darauf hingewiesen, dass der PC-Martk in Europa sehr viel stärker ist und die Amerikaner wiederum ihre Shooter auf Konsolen zocken.
Am Schluss lässt sich vielleicht sagen, dass die Raubkopien nicht die alleinige Schuld an der vermeintlich schlechten Lage Cryteks tragen. Aber wenn man einen Schuldigen sucht, sind es sofort die Piraten, weil man diesen am besten die Schuld zuschieben kann. Verlässliche Zahlen lassen sich hier nicht erheben und im Umkehrschluss bietet dies natürlich eine gute Angriffsfläche.
Ein Quarterback-Trainer aus den USA sagte mal zu mir: "Wenn der Ball nicht zum Receiver kommt, solltest du dich zuerst fragen, ob dein Pass scheiße war und dann erst, ob der Receiver ihn hätte fangen können."
Links:
http://www.shacknews.com/onearticle.x/51081
http://www.next-gen.biz/index.php?option=com_content&task=view&id=8352&Itemid=59
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=58490
http://www.winfuture.de/news,39126.html
indylaa - 30. April, 11:18

