Donnerstag, 2. Juli 2009

Examen...

Allein für die Anmeldung sollte man sich ruhig zwei Wochen Urlaub nehmen:

- Themen für mündlichen Prüfungen und überlegen und mit Dozenten absprechen
- Thema für die schriftliche Arbeit, Prüfer und Co-Prüfer suchen
- Sämtliche nötige Unterschriften holen
- Alle Scheine sortieren und kopieren, dann nummerieren.
- Belegbögen komplett ausfüllen
- Alles abheften, nach Fächern sortieren und die Checklisten abhaken
- Andere Kommilitonen beruhigen, die deswegen Panik haben
- Sich mit dem Prüfungsamt rumschlagen, welches diese Woche wegen Umbauarbeiten geschlossen hat

Dann eintüten und abgeben...und hoffen, dass alles soweit angenommen wird und man loslegen kann mit der schriftlichen Examensarbeit...ich hab nach diesen beiden Wochen nun langsam kein Bock mehr... Aber zwei Dinge habe ich gelernt:
1. Scheiss auf die Sprechstunden der Dozenten
2. Hör nur auf Leute, die bereits ihr Examen hinter sich haben und auf die Prüfungsordnung. Leute, die sich nun anmelden, haben meistens keine Ahnung, sind in Panik und total anfällig für Gerüchte :)

Mittwoch, 1. Juli 2009

Zu viele Kohlenhydrate, ganz klar...

Tja, ich habe mich tatsächlich dazu hinreißen lassen und habe im Fitnessstudio vor einigen Tagen ein Ernährungsgespräch gemacht.
Dazu muss ich sagen, dass meine Ernährung nicht schlecht ist. Morgens soll man zwar viel essen, bei mir geht das aber irgendwie nicht. Wenns hochkommt, zwei Toast mit Marmelade und ein Glas Milch, aber eigentlich eher nen Apfel und ne Banane. Dann eine warme Mahlzeit zum Mittag, was meistens nen riesiger Salatteller mit Schnitzel aus der Mensa ist. Tiefkühlsachen habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gekauft.Zwischendurch gibt’s ne Menge Obst und Abends halt Brot mit Salatblatt und Putenbrust oder vielleicht ne Scheibe Käse. Süßigkeiten verkneife ich mir. Auf Bier verzichte ich demgegenüber nicht. Schmeckt ja auch, ne?
So, nun hab ich dem Trainer also meine Ernährungsgewohnheiten gebeichtet und er meinte schon, es sind einfach zu viele Kohlenhydrate und ich bräuchte mehr Eiweiß. Und irgendwie beschlich mich das leise Gefühl, er würde dies jedem sagen.
Dann ging er kurz weg und ich las mir in Ruhe die Broschüren zu Gesundheit, Fitness und Abspecken durch. Überall der Tipp mit dem Eiweiß, hier ein Shake anstatt eine Mahlzeit, dort ein Riegel oder Getränk mit L-Carnitin, der Fettverbrennwunderwaffe. Nun, die Broschüren sind Werbebroschüren von der Firma, deren Produkte bei mir in der Muckibude verkauft werden. Ein Schelm, wer nun böses dabei denkt. Vor allem stellt der Körper ausreichend eigenes L-Carnitin her, sofern man sich vernünftig ernährt. Mit dem Eiweiß ist dies genauso. Man kann natürlich mehr Wert auf eine eiweißreiche Ernährung legen, aber 2-3 Shakes am Tag (wie mir empfohlen wurde) sind nicht nötig. Insbesondere nicht bei mir, da ich kein Muskelberg werden will.
Der Trainer empfahl mir wirklich mehrmals mehr Eiweiß zu mir zu nehmen in Form von Shakes. Dabei habe ich mir eigentlich vorgestellt, einige vernünftige Ernährungstipps zu bekommen. Was essen, was nicht essen? Aber eigentlich kann man sich so was selber denken, bzw. mal im Internet auf den Webseiten der Krankenkassen nachlesen, was man tun kann und was man nicht in sich hineinschaufeln sollte.
Ich hab dann am Ende abgewiegelt und darauf verwiesen, dass ich es mir überlegen werde.
Interessant war dann das Gespräch mit einem Freund, der studierter Sportwissenschaftler ist und sich dementsprechend ein wenig mit Ernährung auskennt. Meine Vermutung, dass ich bei einem lupenreinen Verkaufsgespräch der Kunde war, konnte er nur bestätigen. Meine Entscheidung war dann gefallen und wir machten uns die nächste Dose Bier auf.

Dienstag, 23. Juni 2009

One-Day-Trip to Groningen

So, ich war heute für einen Tag mal kurz in Groningen, mit der Absicht mir die Innenstadt anzuschauen, einige Fotos zu schießen und mich am Ende ordentlich mit Amstel-Bier einzudecken.

Alles das habe ich geschafft.

Die Fotos gibt es auf meiner Myspace-Seite zu bestaunen:

http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewPicture&friendID=460509223&albumId=649303&page=2

Leider fielen mir nicht mehr alle Namen und Plätze ein, zudem bin ich im Eimer von der Fahrerei und habe nun ich auch keine Lust mehr, mir alles zu ergooglen.

Die Hinfahrt verlief relativ problemlos, eine kurze Pause zum qualmen eingelegt – und eigentlich muss man ja immer nur geradeaus fahren. In der Innenstadt angekommen, wird erstmal die Umstellung im Verkehr schwierig. Warum? Weil in Groningen 50 % der Menschen mit dem Rad fahren. Immer. Und heute war strahlender Sonnenschein und da waren es bestimmt gefühlte 90 %. Die Unmengen an Radwegen, Fahrradläden und Fahrradständer kann man sich gar nicht vorstellen. Vor der Universität stand wirklich alles (!) voll mit Rädern. Außerdem gibt es in Teilen der Stadt keine Ampeln mehr usw., daher musste ich öfter auf die Bremse treten als sonst. Mit diesem selbstregelnden Verkehrssystem komme ich nicht klar…

Ich bin dann fast drei Stunden durch die Stadt gelatscht, habe Fotos gemacht und habe kläglich versucht, nicht zu sehr nach Tourist auszusehen. Bei einem kurzen Stopp im McDonalds war ich dann unter meinesgleichen: nur Deutsche!
Die Kirchen dort, von denen man einige auf den Fotos sehen kann, sind absolut riesig, was man auf den Bildern vielleicht nicht gleich erkennt. Begeistert bin ich ja immer wieder von der Häuserarchitektur der Holländer. Alles sieht so gemütlich und klein dort aus, dass Stadtbild ist durch und durch geprägt von kleinen, teilweise nur zweistöckigen Häusern. Trotzdem kam mir die Stadt so voll und belebt vor, wie Bremen es nur an Samstagen ist.

Die Menschen, mit denen ich kurz sprach, waren alle sehr freundlich, hatten aber bisweilen mit ihrem Englisch zu kämpfen. Eine Kassiererin im Supermarkt sprach besser Englisch als der Tourist-Guide…

Der Supermarkt zum Bier kaufen war glücklicherweise direkt am Stadtrand, nur der Straßenname gab mir zu denken: Molukkenstraat. Laut Google gibts diese in vielen niederländischen Städten.

Auf der Rückfahrt hab ich mich dann dreimal verfranst. Groningen ist von einem Ring umschlossen, der einen dann in die jeweiligen Richtungen bringt. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, ich wäre denselben Weg zurück gefahren...von wegen. Ich musste dann kreuz und quer umherfahren, bis ich wieder auf der A7 war. Dann auch noch in die falsche Richtung nach Amsterdam...

Sonntag, 21. Juni 2009

SZ-Magazin über Gerechtigkeit in Deutschland - Lesetipp!

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29637

Auszug:
Arbeitslose, und um die ginge es hauptsächlich, seien eher kein revolutionäres Potenzial, die verarbeiteten das in Deutschland anders. »Sie ziehen sich zurück, verfallen in Depressionen oder betäuben sich mit Alkohol.« Gleichzeitig fehle den Deutschen – anders als den Franzosen – das Klassenbewusstsein für kollektive Aktionen, vielleicht auch eine charismatische Persönlichkeit, die zu gewaltsamen Protesten aufrufen könnte, »und dann auch die Verantwortung dafür übernimmt«. »Dennoch«, sagt er, »unterschätzen darf man das alles nicht. Sich ungerecht behandelt zu fühlen ist eine unserer stärksten Antriebskräfte gegen andere vorzugehen. Auch gewaltsam.«
Lesen!

Donnerstag, 18. Juni 2009

Pech Um Halb Acht

Hat man..., wenn um sieben der Wecker klingelt, man allerdings schon 20 Minuten vorher wach wird, dann zum Arzt fährt, weil man um halb acht nen Termin hat und dann gesagt bekommt, dass der Doktor krank ist. Und dafür nimmt man sich den Vormittag frei :(

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